Seminare für Didaktik und Lehrerbildung - Grundschulen, Werkrealschulen und Hauptschulen
Zielsetzungen und pädagogische Schwerpunkte
Die Grundschule ist die Grundstufe des gesamten Schulwesens. Sie umfasst vier Schuljahre. Am Ende der Grundschulzeit sollen alle Kinder über vergleichbare Grundkenntnisse und Fähigkeiten verfügen.
Erziehung und Unterricht sind geprägt
durch die Heterogenität der Lerngruppen und orientieren sich
am Entwicklungsstand der Kinder. Ziel und Aufgabe der Grundschule
ist es, jedem Kind die ihm entsprechenden Lernchancen zu
sichern.
Lehrerinnen und Lehrer sind für Kinder in
diesem Alter bedeutende Bezugspersonen und Ansprechpartner, auch
für Eltern. Neben den Erziehungs- und Bildungsprozessen kommt
der individuellen Förderung von Stärken und
Schwächen hohe Bedeutung zu. Klassenlehrerinnen und
Klassenlehrer unterrichten fächerübergreifend und
unabhängig von den studierten Fächern.
Die Hauptschule umfasst fünf weitere
Schuljahre und endet mit der Hauptschulabschlussprüfung oder
nach dem freiwilligen Besuch der 10. Klasse mit dem Erwerb eines
Bildungsstandes, der dem Realschulabschluss gleichwertig ist. Es
soll eine berufliche Ausbildung oder der Besuch einer
weiterführenden beruflichen Schule ermöglicht
werden.
Erziehung und Unterricht beziehen sich auf
konkrete Aufgabenstellungen und praktisches Handeln. Neben der
allgemeinen Bildung kommt der Berufsorientierung zentrale Bedeutung
zu. Ganzheitliche und handlungsorientierte Unterrichtsformen,
Kernunterricht und Wahlunterricht, Projekttage, Themenangebote
kennzeichnen u. a. die Unterrichtsorganisation.
Lehrerinnen und Lehrer orientieren sich bei der
Vermittlung der Ziele und Inhalte des Bildungsplans am
Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler. Sie
fördern deren Persönlichkeitsentwicklung, sind Erzieher/
-innen und Berater/ -innen mit sozialpädagogischen Aufgaben
und nehmen eine Vermittlerrolle zwischen Schule, Elternhaus und
Berufswelt wahr.

